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Fakultät Maschinenbau

Supply-Chain-Finance-Praktiken im digitalen Wandel

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in
  • 2026
  • Ausschreibung wissenschaftlicher Arbeiten
  • Bachelorarbeit
  • Masterarbeit
Ziel der Arbeit ist es, digitale und etablierte SCF-Praktiken systematisch zu erfassen und eine anwendungsorientierte Taxonomie zu entwickeln. Diese soll zeigen, wie einzelne Praktiken funktionieren, welche Akteure beteiligt sind und welche Daten für ihre Umsetzung benötigt werden.

Ausgangssituation und Zielsetzung

Supply Chain Finance (SCF) umfasst unterschiedliche Praktiken zur Gestaltung und Finanzierung finanzieller Flüsse innerhalb von Supply Chains. Hierzu zählen unter anderem Trade Credit, Factoring, Reverse Factoring, Dynamic Discounting, Inventory Finance und plattformbasierte Finanzierungsmodelle. Wissenschaft und Praxis verwenden jedoch unterschiedliche Begriffe und Abgrenzungen; zudem verändern Digitalisierung, Plattformen und datenbasierte Risikobewertung die Rollen von Käufern, Lieferanten und Finanzdienstleistern.
Dadurch fehlt eine aktuelle Übersicht, die nicht nur Instrumente auflistet, sondern auch Akteursstruktur, Intermediation, Informationslogik, Datenanforderungen und zeitliche Wirkung auf Finanzflüsse vergleichbar macht.
Ziel der Arbeit ist es, digitale und etablierte SCF-Praktiken systematisch zu erfassen und eine anwendungsorientierte Taxonomie zu entwickeln. Diese soll zeigen, wie einzelne Praktiken funktionieren, welche Akteure beteiligt sind und welche Daten für ihre Umsetzung benötigt werden.

Mögliche Forschungsfragen

FF1: Welche SCF-Praktiken werden in Wissenschaft und Praxis unterschieden und wie lassen sie sich konsistent voneinander abgrenzen?
FF2: Wie unterscheiden sich die Praktiken hinsichtlich Akteursstruktur, Intermediation, Finanzierungsmechanismus, Informationslogik und Wirkung auf den Zahlungszeitpunkt?
FF3: Welche Daten- und Integrationsanforderungen kennzeichnen digitale beziehungsweise plattformbasierte SCF-Praktiken?

Methodisches Vorgehen

  • Systematische Literaturrecherche zu SCF-Praktiken, Instrumenten und digitalen Finanzierungsansätzen.
  • Strukturierte Analyse öffentlich verfügbarer Angebote ausgewählter Banken, FinTechs und SCF-Plattformen.
  • Entwicklung eines Codebuchs und einer vergleichenden Praxis-Matrix entlang einheitlicher Merkmale.
  • Optional: Validierung und Schärfung der Taxonomie durch zwei bis vier Expertengespräche.
    Erwartete Ergebnisse
  • Taxonomie und definitorische Abgrenzung zentraler SCF-Praktiken.
  • Akteurs-, Daten- und Prozessmatrix für die vergleichende Einordnung der Praktiken.
  • Identifikation von Digitalisierungslücken und Ansatzpunkten für die Integration finanzieller, materieller und informationeller Flüsse.

Wir bieten Ihnen

  • Strukturierte Betreuung und regelmäßigen fachlichen Austausch.
  • Unterstützung bei systematischer Literaturarbeit, qualitativer Forschung und wissenschaftlichem Schreiben.
  • Zugang zu bereits aufbereiteten Forschungsergebnissen, Literaturkorpora und methodischen Vorarbeiten, soweit sie für das Thema relevant sind.
  • Die Möglichkeit, bei entsprechendem wissenschaftlichem Beitrag an einer gemeinsamen Veröffentlichung mitzuwirken.
  • Gut strukturierte Formatvorlagen für eine effiziente Ausarbeitung.

Das bringen Sie mit

  • Eigenständigkeit, Motivation und Interesse an einem interdisziplinären Forschungsthema.
  • Gute akademische Leistungen und eine strukturierte Arbeitsweise.
  • Interesse an Supply Chain Management, Unternehmensfinanzierung oder digitalen Plattformen.
  • Erste Erfahrungen mit wissenschaftlichem Arbeiten sind von Vorteil.

Betreuung und Bewerbung
Die Arbeit wird am Lehrstuhl für Unternehmenslogistik (LFO) der TU Dortmund betreut. Bei Interesse senden Sie bitte Ihre aktuellen Zeugnisse, eine kurze Bewerbung mit Lebenslauf sowie drei Terminvorschläge für ein erstes Gespräch.