Erste Open-Source-Komponenten für die Logistik

Das Jahr 2022 markierte für das Großforschungsprojekt „Silicon Economy Logistics Ecosystem“ (SELE) einen entscheidenden Wendepunkt: Die Vision eines „Linux für die Logistik“ wurde für die Praxis greifbar. Ein zentraler Meilenstein war die Veröffentlichung der ersten Soft- und Hardwarekomponenten im April 2022. Über die digitale Bibliothek der Open Logistics Foundation stellten die beteiligten Forscherinnen und Forscher Ergebnisse aus insgesamt fünf Entwicklungsprojekten als Open Source bereit. Damit wurde das Fundament für ein dezentrales Plattform-Ökosystem gelegt, das Unternehmen ermöglicht, ihre Lieferketten souverän und ohne Abhängigkeit von monopolistischen Plattformen zu digitalisieren.
Auch wissenschaftlich setzte der Lehrstuhl für Unternehmenslogistik (LFO) in diesem Jahr Maßstäbe. Mit dem im Springer-Verlag erschienenen Fachbuch „Silicon Economy“, an dem Univ.-Prof. Dr. habil. Michael Henke als Mitherausgeber maßgeblich mitwirkte, wurde das theoretische und technologische Fundament des Projekts umfassend dokumentiert. Das Werk beleuchtet die Potenziale von Künstlicher Intelligenz (KI) und Blockchain für die Logistik und dient seither als Referenz für die Transformation hin zu föderierten Plattform-Ökonomien.
In der praktischen Anwendung zeigte der LFO im Rahmen der Digitalen Woche Dortmund (#diwodo) im September 2022 Präsenz. Gemeinsam mit den Partnern vom Fraunhofer IML und ISST wurden innovative Lösungen wie der autonome Transportroboter O3dyn und KI-basierte Yard-Management-Systeme einem breiten Publikum vorgestellt. Der Fokus des LFO lag dabei insbesondere auf der Entwicklung logistischer Standardfunktionen sowie der Ausgestaltung technischer Flexibilität in Cloud-Diensten.
Mit dem Leitsatz „Keine Entwicklung ohne Anwendung“ trieb der Lehrstuhl auch 2022 den partizipativen Austausch mit dem Mittelstand voran, um sicherzustellen, dass die entwickelten Open-Source-Lösungen exakt die Bedarfe der industriellen Praxis treffen.
SealedServices auf der Maintenance Messe in Dortmund 2022
- 2022
- SealedServices

Erfolgreiche Vorstellung des SealedServices Demonstrators auf der Maintenance Messe in Dortmund. Bei diesem Pflichttermin für die Industrie kann das Sealed Services Team mit gleich zwei Messeständen überzeugen.
Nach einer zweijährigen Pause konnte in diesem Jahr wieder die Maintenance Messe in Dortmund stattfinden. Die Leitmesse für industrielle Instandhaltung bietet eine hervorragende Möglichkeit neue Innovationen vorzustellen und kennenzulernen und sich mit anderen Menschen aus der Branche zu vernetzen. Gemeinsam mit dem LFO, dem Fraunhofer IML, OrgaTech Solution Engineering und anderen Mitgliedern des Konsortiums konnten, auf zwei Stände verteilt, die Zukunftsvisionen des Projektes vermittelt werden. Dabei standen die Mitarbeiter des SealedServices Projektes den Besuchern der Messe Rede und Antwort zu den Themen Blockchain, Services und Plattformen. Pünktlich zum Start der Messe konnte außerdem der SealedServices Plattform-Demonstrator fertiggestellt werden. So konnte das Team an beiden Messetagen erfolgreich den interessierten Besucher*innen den Demonstrator für internetbasierte Dienstleistungen vorstellen.
Smart Maintenance im Fokus
Auch beim Vortragsprogramm im Science Center der Messe konnte das SealedServices Team auf sich aufmerksam machen. Die Veranstaltenden hatten sich große Mühe gegeben ein spannendes Rahmenprogramm mit interessanten Vorträgen zu aktuellen Themen, wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung zu gestalten. In einem Vortrag von Bernhard Kurpicz der Orgatech SEC GmbH wurden dazu die größten Hürden im Instandhaltungs- beziehungsweise Servicegeschäft erläutert und damit die Notwendigkeit einer besseren Vernetzung klar aufgezeigt.
Insgesamt war die Maintenance Messe in Dortmund nicht nur ein voller Erfolg und gelungener Neustart für die Veranstaltenden, sondern auch eine sehr gute Möglichkeit für das SealedServices Projekt auf sich aufmerksam zu machen. Außerdem lieferte die Messe auch einen guten Anlass für das Team und Projektbeteiligte sich nach langer Zeit wieder in persona zu treffen. Das Team bedankt sich bei den Veranstalter*innen, Projektpartner*innen, sowie bei allen am Projekt Interessierten für zwei sehr gelungene Tage auf der Messe.






